Da die Programmierung von Webseiten immer komplexer wird, trauen sich weniger Leute an den echten Quellcode. Bausteine, die man downloaden und in seine Seite integrieren kann, erledigen mittlerweile die Hälfte der Arbeit. Das kann allerdings an zwei Stellen zu Problemen führen.

Erstens, ist es relativ einfach geworden, mit Hilfe von Themes und vorgefertigten Bausteinen, flink seine eigene Webseite zu entwerfen, auch für jemanden, der weder HTML noch PHP kann. Das ist im Prinzip nichts schlechtes und für eine private Informationsseite mag das auch gehen, professionelle Internetpräsenzen sollten aber anders aussehen. Und zweitens, hält sich dadurch jeder, der erfolgreich ein Template mit seiner Webseite verknüpft hat auch für einen Webdesigner.

Was passieren kann, wenn man ausschließlich Webseiten aus Bausteinen erstellt, sieht man an dem Design-Desaster, das MySpace ist: Die Rückkehr zu schlechtem Design, das man so zuletzt vor acht Jahren im Netz sah.

Aber glücklicherweise sind die Zeiten wirklich schlechter, kunterbunter Webseiten, auf denen die Gestalter dringend zeigen mussten, was sie alles programmieren können, vergangen. Damals flogen dann die Buttons und Eingabefelder munter herein und heraus, die Maus zog einen Sternenregen hinter sich her und alles drehte und bewegte sich.

Bausteine, Themes und Templates sind eine hilfreiche Möglichkeit seinen Blog oder seine Webseite zu gestalten, aber man sollte dennoch ein paar Grundlagen der Programmierung beherrschen und sich auch Gedanken um ein persönliches Design machen. Denn nichts ist schlimmer als eine Seite wie es sie hundertfach gibt.